Artothek gehört aus JU-Sicht sofort geschlossen
Die Junge Union Erftstadt begrüßt grundsätzlich den eingeschlagenen Weg von CDU und FDP strukturell zu sparen. Die Einschnitte sind natürlich hart und oft erscheinen sie ungerecht, aber die Stadt kommt nicht umhin konsequent das Haushaltsdefizit zu verringern.
„Die Schließung des Bliesheimer Lehrschwimmbeckens oder des Kierdorfer Freibades sind unumgänglich, wenn auch schmerzhaft“, so Vorsitzender Thomas Schmalen. „Unter den Schulden die jetzt gemacht werden, werden zukünftige Generationen zu leiden haben. Es geht so nicht weiter.“
Ebenso verteidigen die jungen Stadtverordneten Franziska Farmer, Julia Rothkamp und Christian Kirchharz, die Einführung weiterer Stufen bei den Kita-Gebühren für Einkommen über € 70.000,-. Julia Rothkamp: „Die Diskussion, es würde sich dann für die Ehefrauen nicht mehr lohnen arbeiten zu gehen, halten wir für absolut unzeitgemäß und antiquiert. Die Kitagebühren orientieren sich am Gesamteinkommen der Familien. Also nicht nur von der Mutter, sondern auch vom Vater.“ Und Franziska Farmer ergänzt: „Frauen gehen doch nicht nur arbeiten, um den Kindergarten zu finanzieren. Das ist nicht das Familienbild junger Menschen.“ So sieht das auch Christian Kirchharz: „Wir haben nur für hohe Einkommen die Beiträge erhöht. Alle anderen Stufen sind seit 10 Jahren unangetastet. Darüber hinaus haben wir sogar die Beiträge für unter 2-jährige Kinder gesenkt.“
Bei den Kürzungen der freien Trägern im Jugendbereich hat sich die Junge Union sehr schwer getan. Um aber ein Zeichen zu setzen haben wir uns entschieden, unseren eigenen Anteil für die Arbeit politischer Jugendorganisationen komplett einzusparen. „Wenn wir anderen 20 Prozent Zuschuss kürzen, dann ist es nur angemessen, wenn wir uns selbst 100 Prozent streichen.“, so JHA-Sprecher Christian Kirchharz.
„Am Sparen kommen wir in Erftstadt nicht mehr vorbei.“, fasst Vorsitzender Schmalen zusammen. „Wenn es nach uns ginge, würden wir sogar noch mehr einsparen.“ So sei die Artothek beispielsweise bei der Haushaltslage aus Sicht der Jungen Union nicht mehr tragbar. Schmalen: „Wenn man ein Defizit in zweistelliger Millionenhöhe hat, kann man doch nicht ernsthaft an einer teuer subventionierten Ausleihe von Kunstwerken festhalten. Wir fordern CDU und FDP auf, ihre Entscheidung zur Artothek noch einmal zu überdenken. Aus unserer Sicht gehört sie sofort geschlossen.“

[06.03.2010]